Eine sehr häufig vorkommende Huferkrankung des Pferdes ist die Strahlfäule. Dabei nisten sich Fäulnisbakterien in den Strahl des Pferdehufs ein, die das Strahlhorn anfangs weicher werden und unangenehm riechen lassen. Verläuft der Fäulnisprozess so schnell, das gesundes Horn nicht mehr nachwachsen kann, dann kann die Strahlfäule sogar zur vollkommenen Zerstörung des Strahls führen.
Wie entsteht Strahlfäule beim Pferd?
Verantwortlich für die Entstehung von Stahlfäule ist das, ursprünglich an der Verdauung beteiligte, Bakterium Fusobacterium necrophorum, das mit dem Pferdehuf in Berührung kommt, wenn das Pferd in Pferdekot tritt. Dann können sich die Bakterien im Stahl des Hufs einnisten und, bei unzureichenden hygienischen Verhältnissen vermehren. Da die Vermehrung der Bakterien jedoch nur Ausschluss von Sauerstoff stattfinden kann, muss der Besitzer unbedingt für die tägliche Reinigung der Pferdehufe sorgen.
Vermeidung von Strahlfäule beim Pferd
Damit die Fäulnisbakterien erst gar keine Möglichkeit haben sich im Strahl des Pferdehufs einzunisten ist Hygiene das oberste Gebot. Aus diesem Grund sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Hufpflege seines Pferdes legen. Kratzen Sie die Hufe nach dem Reiten und nach dem Weidegang stets aus und achten Sie darauf, dass ihr Schmied den Strahl nicht ausschneidet, sondern nur die losen Hornbestandteile entfernt.
Da die Fäulnisbakterien, die für die Entstehung der Strahlfäule zuständig sind, im Kot des Pferdes vorkommen, ist neben der richtigen Hufpflege natürlich auch die optimale Reinigung der Box von Nöten. Die Box sollte daher täglich vom Pferdekot befreit werden, um den Bakterien den nötigen Nährboden zu entziehen.
Behandlung von Strahlfäule beim Pferd
Ist der Pferdehuf von Strahlfäule befallen, so müssen die betroffenen Stellen von einem Fachmann entfernt werden. Ist die Strahlfäule schon so weit fortgeschritten, dass nicht alle Fäulnisherde herausgeschnitten werden konnten, so müssen die betroffenen Stellen mit einem Desinfektionsmittel behandelt werden. Häufig benutzt man dafür 5% igen Jodoformäther, den man in der Apotheke kaufen kann. Um den Huf vor einer erneuten Verschmutzung zu schützen kann man mit Hilfe des Desinfektionsmittels auch Tamponagen erstellen, die jedoch täglich gewechselt werden müssen. Diesbezüglich setzt man sich aber am besten mit seinem behandelnden Tierarzt in Verbindung.
Neben der direkten Behandlung der Strahlfäule ist zusätzlich dazu auf penibelste Stallhygiene zu achten.
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