Tinker- Vielseitige Schecken aus Irland

TinkerUrsprünglich wurde der Tinker in seiner Heimat Irland als Zugpferd des fahrenden Volkes der grünen Insel eingesetzt. Dabei wurde der Begriff „Tinker“, was soviel heißt wie „Kesselflicker“ eigentlich als Schimpfwort für die Kutschfahrer verwendet. Mittlerweile haben die kräftigen Arbeitspferde ihren Weg von der grünen Insel Irland nicht nur zu uns nach Deutschland gefunden. Weltweit wächst die Fangemeinde des bunt gescheckten, vielseitig einsetzbaren Tinkers Jahr für Jahr an.

Tinker, Irish Tinker- Oder wie war das noch gleich?

Für den, wie wir im deutschsprachigen Raum sagen, Tinker, gibt es weltweit unterschiedliche Bezeichnungen. So stößt man auch immer wieder auf Namen wie Irish Tinker, Coloured Cob oder Gypsy Cob. In den USA tragen die Tinker den Namen Gypsy Vanner.

Geschichte des Tinkers

Wie bereits erwähnt wurde der Tinker ursprünglich für die Bedürfnisse des fahrenden Volkes, also der Zigeuner Irlands gezüchtet, da hier immer geeignete Pferde gesucht wurden, die problemlos in der Lage waren hölzernen Wagen ziehen zu können. Dabei handelte es sich ursprünglich beim Tinker nicht um eine eigenständige Rasse. Vielmehr war der Tinker im eigentlichen Sinn eigentlich ein Produkt der Vermischung von Rassen  wie Connemara, Clydesdales, und Irish-Draught Horse. Aber den Zigeunern war diese Tatsache egal.  Hauptsache sie hatten Pferde an ihrer Seite, die den Bedingungen des Zigeunerlebens gewachsen waren.
Das der Tinker heute nicht ausgestorben ist, hat er im Grunde einer Modeerscheinung der 90iger Jahre zu verdanken, die zu einer wachsenden Begeisterung an den robusten Arbeitspferden führte. Aus diesem Grund wurde die
Irish Cob Society (ICS) auch erst relativ spät im Jahr 1998 gegründet.

Exterieur des Tinkers

In Irland unterscheidet man, abhängig vom Typ des Tinkers zwischen 3 „Gewichtsklassen“, dem Pony-Typ, dem Medium-Typ und dem Traditionellen, schweren Typ.
Tinker sind in einer Stockmaßspanne zwischen 135 cm und 160 cm angesiedelt und erinnern vom Körperbau eher an Kaltblüter, obwohl sie nicht zu diesen gezählt werden.
So ist der Kopf des Tinkers relativ groß und schwer. Die Nasenlinie ist dabei eher gerade, in manchen Fällen aber auch konvex (Ramskopf). Ebenfalls typisch für den Tinker, ist die gespaltene Krppe und die kräftigen Extremitäten
Das Fell des Tinker ist relativ dicht. Zusätzlich dazu ist er mit kräftigem Langhaar und einen ausgeprägten Fesselbehang ausgestattet. Die Fellfarben des Tinkers variieren sehr stark. Neben den Schecken in schwarz, braun, fuchsfarben und weiß, können durchaus auch einfarbige Tinker in schwarz, fuchsfarben, braun oder weiß vorkommen.

Interieur des Tinkers

Da Tinker im Leben des fahrenden Volkes eine große Rolle spielten, war es notwendig, das diese vom Wesen her nicht  nur sehr ausgeglichen und gutmütig waren, sondern das sie auch die körperlichen Bedingungen erfüllen konnten um die Bedürfnisse der Zigeuner erfüllen zu können. Sie mussten also neben Ausdauer, Kraft und Stärke auch in ihrer Haltung relativ anspruchslos sein.

Das Bild steht unter der GNU Free Documentation License, und wurde veröffentlicht auf Wikipedia

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